Corona-Rezession in Deutschland: Wie lange wird sie dauern?

Die Corona-Rezession in Deutschland hat begonnen. Die Bundesbank, Bankvolkswirte und führende Wirtschaftsinstitute schlagen Alarm, weil das wirtschaftliche Leben zum Stillstand kommt. Die negativen Vorhersagen gehen von einer immer schärferen Rezession aus. Professor Rürup hält Extrem-Szenarien für wenig wahrscheinlich und gibt weitere Antworten im Video.

Corona-Krise übersteigt alles Bekannte

Das Ifo-Institut veröffentlicht eine Studie, in der Szenarien für 2020 berechnet werden.

Ifo Institut mit Extremszenario (23. März)

Das Ifo Institut hat am 23. März seine Szenarien zur Corona-Rezession präzisiert. Dabei wurde angenommen, dass die Wirtschaft ein, zwei oder drei Monate teilweise stillsteht. „Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist“, sagt ifo-Präsident Clemens Fuest.

Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspreche Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro. Das Problem: Selbst nach teilweisen Stillstand dauert es mehrere Monate, bis das Wirtschaftsleben wieder richtig in Gang kommt.

Wenn die Wirtschaft zum Beispiel zwei Monate lang teilweise stillsteht, könnte die Wirtschaftsleistung dann im Jahr um 7,2 bis 11,2 Prozentpunkte schrumpfen. Bei drei Monaten Teilschließung gehen die Forscher folglich von noch stärkeren Einschnitten aus, also 10,0 bis 20,6 Prozentpunkten Wachstumsverlust.

Die Corona-Rezession hätte damit massive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. In den vom ifo betrachteten Szenarien könnten bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze (oder 1,4 Millionen Vollzeitjobs) abgebaut werden und mehr als sechs Millionen Arbeitnehmer von Kurzarbeit betroffen sein.

Professor Rürup: Extrem-Szenario ist „wenig wahrscheinlich“

„Ein Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung in diesem Jahr Höhe von 7,2 Prozent liegt im Rahmen des von uns Erwarteten“, kommentiert Professor Bert Rürup die Ifo-Szenarien. „Der Einbruch im Worst-Case-Szenario in Höhe von 20,6 Prozent erscheint dagegen wenig wahrscheinlich.“

Denn wenn sich ein Absturz in solch einer bislang nicht gekannten Größenordnung abzeichnen sollte, würde die Bundesregierung ihre Restriktionen des Wirtschaftslebens zur Begrenzung der Ausbreitung des Virus wohl lockern und der wirtschaftlichen Entwicklung eine höhere Priorität beimessen.

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Um sich eine Vorstellung eines Einbruchs von über 20 Prozent zu machen, helfe ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte. In der Weltwirtschaftskrise des vergangenen Jahrhunderts ging die Gesamtleistung der deutschen Wirtschaft in 1930 um 7 Prozent, in 1931 um 16 Prozent und in 1932 um 17 Prozent.

„Aber im Gegensatz zu heute, wo die Regierung ökonomisch alles richtig macht, war damals die prozyklische Politik der Staaten der wohl wichtigste Grund für die Verfestigung dieser Krise“, stellt Rürup fest.

DIW: „Es gibt keine verlässlichen Prognosen“

Wichtig ist bei der Betrachtung all dieser Zahlen, dass es sich bisher um recht grob gestrickte Szenarien handelt. „Es gibt keine verlässlichen Prognosen, wie stark die Wirtschaft betroffen sein wird“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher.

Er warnte vor einem Überbietungswettbewerb für das schlimmste Rezessionsszenario. „Ein Schrumpfen der deutschen Wirtschaft im Jahr 2020 um 20 Prozent ist denkbar, es könnte aber auch deutlich milder oder deutlich stärker sein“, sagte er dem Handelsblatt am Montag.

Der alles entscheidende Faktor für die Wirtschaft sei: Zeit. Fratzscher befürchtet allerdings inzwischen, dass die deutsche Wirtschaft nicht in vier Monaten wieder zu 100 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität wird produzieren können, sondern dass dies erst nächstes oder übernächstes Jahr der Fall sein könnte.

Commerzbank: Zweite Quartal wird „grottenschlecht“

Auf den ersten Blick sei das Ifo-Geschäftsklima für März nach Berücksichtigung aller Antworten kaum stärker eingebrochen (86,1 statt 87,7) als am vorherigen Donnerstag gemeldet, stellte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer am Mittwoch, 25. März, fest. „Aber nach unseren Berechnungen ist die Stimmung der Unternehmen, die seit Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen geantwortet haben, viel stärker gefallen.“

Alles in allem sei der Einbruch des Geschäftsklimas ausgeprägter als nach der Lehman-Pleite im September 2008, die der Auftakt für die schwere Rezession des Jahres 2009 war. Das zweite Quartal dürfte daher „grottenschlecht“ werden.

„Der weitgehende Stillstand von Hotels, Restaurants, Einzelhandel und Luftverkehr sowie der Produktionsstopp in der Autoindustrie und die Probleme in anderen Branchen könnten das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal gegenüber dem ersten um 7,5 Prozent einbrechen lassen.“

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Sparkassen: BIP-Absturz von bis zu zehn Prozent

Die volkswirtschaftlichen Abteilungen der Landesbanken, Sparkassen und der DekaBank gehen von einem seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gekannten Wirtschaftsabschwung in diesem Jahr aus. So werde das BIP in Deutschland im Jahr 2020 zwischen drei und zehn Prozent je nach Dauer der Pandemie abstürzen.

Im nächsten Jahr dürften bei hoffentlich erreichter Eindämmung der Pandemie und eventuell mit einem bis dahin gefundenen Impfstoff die meisten Volkswirtschaften wieder wachsen. Über Nachholeffekte könnte das Wachstum zusätzlich beschleunigt werden, stellen die Volkswirte der Sparkassengruppe am 26. März fest.

Bundesbank: „Ausgeprägte Rezession“

Das Abgleiten in eine ausgeprägte Rezession sei nicht zu verhindern, stellt die Bundesbank im Monatsbericht für März fest (Stand: 23. März 2020). Eine wirtschaftliche Erholung werde erst dann einsetzen, wenn die Pandemiegefahr wirksam eingedämmt ist.

Vor diesem Hintergrund sei „die konjunkturelle Entwicklung von beispielloser Unsicherheit gekennzeichnet“. Aktuelle Umfragen, etwa des Ifo-Instituts, deuteten darauf hin, dass die deutschen Unternehmen inzwischen erheblich unter den Folgen der Pandemie leiden.
Auch einige mit besonders kurzer zeitlicher Verzögerung verfügbare Indikatoren wie beispielsweise die stark rückläufigen Restaurantreservierungen sowie sinkende Passagierzahlen am Flughafen Frankfurt deuten in diese Richtung.

„Voraussichtlich werden die Auswirkungen der Pandemie die Wirtschaftsleistung mindestens in der ersten Jahreshälfte massiv beeinträchtigen“, stellt die Bundesbank weiter fest. Die Aktivität dürfte in vielen Sektoren erheblich zurückgehen, mit der Folge einer wohl „empfindlichen gesamtwirtschaftlichen Unterauslastung“.

Zuvorderst seien die wirtschaftlichen Folgen in Deutschland zu nennen. So dürften das Gastgewerbe und die Unterhaltungsbranche, aber auch Messebetriebe und Luftfahrtunternehmen stark von sinkender Nachfrage und vorsorglichen Schließungen betroffen sein. Hinzu träten Ausstrahleffekte aus dem Ausland, unter denen vor allem die Exportwirtschaft und damit die Industrie leide.


Prognosen vom 19. März waren noch moderater

Corona-Rezession in Deutschland: Konjunkturprognosen am 19. März
Konjunkturprognosen von DIW, IfW und Ifo, Stand: 19. März 2020

Die Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung gingen bereits am 19. März so weit auseinander wie selten zuvor. Die Handelsblatt-Korrespondentin Donata Riedel fasst die Lage zur Corona-Rezession in Deutschland daher so zusammen: „Die Wirtschaftswissenschaftler sehen sich im Dilemma.“

Denn: Unternehmer und Manager sehnen sich nach belastbaren Einschätzungen darüber, wie sich die Wirtschaft in der Coronakrise entwickeln wird: Wie tief wird die Rezession? Wie lange dauert sie? Und helfen die Programme der Regierung, Ausfälle auszugleichen?

Das Bild zeigt eine Studie "Masterplan 2030", die unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Bert Rürup, dem Macher von DER CHEFÖKONOM, entstanden ist.
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„Nur: Vieles ist fast unkalkulierbar“, analysiert die Handelsblatt-Expertin. Dennoch geben die Institute Vorhersagen ab, allerdings in einer größeren Bandbreite denn je und in mehreren Denkschablonen, den Szenarien.

Die Prognosen des DIW

Das V-Szenario unterstellt einen ähnlichen Verlauf der Virusausbreitung unterstellt wie bei vergangenen Epidemien, etwa der Schweinegrippe, SARS oder der Vogelgrippe. Nachdem es steil bergab ging, normalisieren sich die Produktion und der Konsum relativ bald, nachdem es gelungen ist, das Virus einzudämmen. Im aktuellen Fall wäre dies in der zweiten Jahreshälfte.

Selbst in diesem – eher optimistischen – Szenario würde die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr unter dem Strich aber schrumpfen, um 0,1 Prozent. Die Corona-Krise würde in diesem Fall ein um rund 1,3 Prozentpunkte geringeres Wachstum nach sich ziehen, erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Das wesentlich schlimmere Szenario gleicht einem L-Verlauf. Wenn das Virus zeitlich und räumlich noch weitaus größere Kreise zieht, geht es „steil bergab, Produktion und Konsum normalisieren sich nicht, sondern verharren auf dem geringeren Niveau“. Für das L-Szenario nennt das DIW derzeit keine Zahlen.

IfW erwartet starke Corona-Rezession

Wesentlich drastischer sind Zahlen des Instituts für Weltwirtschaft aus Kiel. Demzufolge fällt das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 4,5 Prozent, sofern die derzeitige Stresssituation bis Ende April andauert und sich dann ab Mai allmählich entspannt.

Dies wäre ein Rückgang der Wertschöpfung von 150 Milliarden Euro. Setzt die Erholung erst drei Monate später im August ein, würde das deutsche BIP um 8,7 Prozent fallen.

Im Kieler V-Szenario lassen die dämpfenden Maßnahmen ab Mai allmählich nach, und die Corona-bedingten Produktionsausfälle klingen binnen sechs Monaten ab.

Das U-Szenario sieht vor, dass die Erholung erst im August einsetzt und die Produktion in den verschiedenen Branchen erst zu Beginn des kommenden Jahres auf das Vor-Corona-Niveau zurückkehrt.

Die Einschätzung des Ifo Instituts

Das ifo Institut betrachtete in der Vorwoche noch ein sehr günstiges Szenario mit minus 1,5 Prozent Wirtschaftsleistung für das Jahr 2020. Dabei sind aber nur kleinere Einschränkungen in der Industrie berücksichtigt.

In einem zweiten Szenario, das größere Produktionseinschränkungen unterstellt, schrumpft die Wirtschaftsleistung um 6 Prozent, stellte das Institut fest.

Das Bild zeigt ein Banner für den Shop von DER CHEFÖKONOM, dem Newsletter von Prof. Dr. Bert Rürup.
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Der ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser stelle fest: „Es gibt keine historischen Erfahrungen mit vergleichbaren Ereignissen, aus denen wahrscheinliche Krisenverläufe abgeleitet werden könnten.“

Es ständen aktuell nur sehr wenige Konjunkturindikatoren zur Verfügung, mit denen sich das gesamtwirtschaftliche Ausmaß der Folgen der Corona-Krise abschätzen ließe. Die meisten aktuell verfügbaren Indikatoren spiegelten bestenfalls die Lage im Februar wider.

„Der historische Absturz des ifo Geschäftsklimas im März deutet allerdings darauf hin, dass der Konjunktureinbruch im zweiten Quartal alles Bisherige übertreffen wird.“


Professor Rürup analysiert die Lage

Corona-Rezession in Deutschland: Rürup über Konjunkturprognosen, 20. März 2020
Rürup über Konjunkturprognosen, 20. März 2020

Das Video vom 20. März

„Es braucht ein kleines Wirtschaftswunder, um die Verluste zu kompensieren“, kommentiert Professor Bert Rürup diese Vorhersagen im Handelsblatt-Video am 20. März 2020.

Das Problem: Wie schnell kommt es 2020 und 2021 zu einem Aufschwung? Das ist schwerer als in der Finanzkrise abzuschätzen, weil wesentlich mehr Bereiche der Wirtschaft betroffen sind als 2008/09. Insbesondere die Konsumnachfrage dürfte deutlich einbrechen, wobei manche Geldausgaben ja nicht nachgeholt werden können.

Rürup glaubt, dass die Politik alles Mögliche tun wird: „Geld spielt diesmal keine Rolle.“ Deutschland befinde sich aufgrund der vergangenen Jahre und der soliden Schuldenpolitik in „einer höchst komfortablen Situation“.

Rürups Pessimismus hat sich bestätigt

Eine Woche zuvor, am 12. März, hatte Rürup bereits die pessimistischere Prognose der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung als die realistischere bezeichnet.

Die OECD prognostizierte eine Halbierung der globalen Wachstumsrate, wenn es nicht gelingt, die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Das allein ist schon deutlich. Hinzu kam da schon eine Prognose des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, in der von einer Rezession in Deutschland die Rede war.

Wie groß die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Rezession in Deutschland wirklich werden könnten und wie die Angst vieler Menschen die Wirtschaft beeinflusst, darüber spricht Bert Rürup im Video.

Angst trifft Wirtschaft: Das Video am 12. März

Rezession in Deutschland: So lange könnte sie dauern. Ein Video mit Professor Bert Rürup
Rürup über Konjunkturprognosen, 12. März 2020

Das Kieler Institut verbreitet aus der Sicht von Rürup immer noch eine positive Prognose. Denn erwartet wird ein V-Verlauf. Es geht also erst stark runter, aber dann auch schnell wieder hoch. „Eigentlich ein optimistischer Verlauf“, urteilt der Präsident des Handelsblatt Research Institute.

„Die Kieler Kollegen prognostizieren ein Minus von 0,4 Prozent im ersten Vierteljahr und ein Minus von einem Prozent im zweiten Quartal“, erläutert Rürup. Im zweiten Halbjahr gehe wieder hoch mit 0,9 und 1 Prozent. In der Summe ergibt sich ein schwacher Rückgang von nur minus 0,1 Prozent. „Das kann so sein, aber es muss nicht so kommen“, urteilt Rürup.

Denn Deutschland ist ja sehr extrem in die internationale Arbeitsteilung eingeklinkt. Diese Prognose setzt daher voraus, dass auch die anderen Länder mit den Konsequenzen von Corona gut zurechtkommen. Auch da sagt er: „Das kann so sein, aber es muss nicht so kommen.“

Auf jeden Fall sei die deutsche Politik gefordert. Denn: Die Menschen haben Angst vor Corona. Und die Wirtschaft leidet unter dieser Angst der Menschen, insbesondere um ihren Arbeitsplatz. Das führt zu Konsumzurückhaltung. Und zur Angst der Unternehmen, dass ihnen die Arbeitsplätze und die Aufträge wegbrechen. „Da muss die Politik etwas dagegen tun. Das geht nicht mit einem klassischen Konjunkturprogramm.“

Wie beeinflusst die Angst der Menschen die Wirtschaft?

„Die Angst der Menschen beeinflusst zunächst einmal den privaten Konsum. Sie kaufen wenig, und der private Konsum ist die wichtigste Komponente im Bruttoinlandsprodukt.

Die Weltwirtschaft kommt ins Spiel, weil Deutschland sehr Waren in das Ausland exportiert. Dass deutsche Produkte im Ausland also nicht mehr nachgefragt werden.

Aber mindestens genauso wichtig ist und darunter werden wir noch leiden: Das sind die Vorprodukte, die für die deutsche Produktion wichtig sind, an die deutsche Unternehmen wegen der Unterbrechung der Lieferketten gar nicht mehr rankommen.“

Wie kann die Politik die Corona-Rezession abmildern?

Die deutsche Politik kann nicht das Ausland beeinflussen. Die deutsche Politik kann nur auf die Unternehmen einwirken, dass sie möglichst keine Arbeitsplätze abbauen und Kurzarbeitergeld zahlen.

Die Regierung kann also die Einkommenssituation der Beschäftigten sichern, damit sie weiter konsumieren. Das ist die wichtige Aufgabe in der globalen Finanzkrise. 2008 und 2009 hat das hervorragend funktioniert.

Ich hoffe, es wird nun ähnlich gelingen. Aber die Gewissheit kann man in der Tat nicht haben.“

Was genau kann und muss die Politik tun?

„Zunächst einmal muss sie Anreize für die Unternehmen setzen, damit diese keine Arbeitsplätze abbauen. Nämlich wenn ein Arbeitsplatz von einem Unternehmer abgebaut wird, kommt dieser ganz selten und ganz schwierig zurück. Das bedeutet beispielsweise, dass man längere Stundungsmöglichkeiten für Steuern gibt oder dass man Anreize setzt, das zu viel gezahlte Steuern, was eigentlich rechtlich schon möglich ist, zurückgezahlt werden müssen.

Man kann dort eine ganze Menge machen, um dann gegebenenfalls sogar so weit gehen bei großen, wichtigen Unternehmen, dass der Staat sich an Unternehmen, an extrem wichtigen allerdings nur, beteiligt.

Das heißt, man muss die Sicherheit produzieren, dass das Unternehmen diesen Einbruch überlebt. Und gleichzeitig muss man den Konsumenten, den Menschen, die Angst davor nehmen, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren, dass sie ihr Verhalten nicht sonderlich ändern. Und das geht nicht mit dem traditionellen Konjunkturprogramm.“

5 Gedanken zu “Corona-Rezession in Deutschland: Wie lange wird sie dauern?

  1. Ist eine Rezession von 2 bis 4 % die von einem 10 jährigen ständig wachsenden WIRTSCHAFT wirklich so schlimm? Wir werden auch dieses überstehen und gestärkt aus der Krise hervorgehen. Die Billionen an Hilfsgeldern die in den Markt gepumpt werden den Trend aus der Rezession ebenfalls unterstützen. Wir sollten aber mal wirklich fragen ob Wirtschaftswachstum das Allheilmittel ist weniger ist oft mehr. Umwelt und Klimawandel sollten uns viel mehr beunruhigen.
    Grüße Alberto Milani

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