News am Abend: „Roboter trotzen dem Virus“

News am Abend: „Roboter trotzen dem Virus“

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Die Corona-Krise könnte die Automatisierung vorantreiben. Auf den Durchbruch hoffen vor allem die Hersteller von Cobots, also Robotern, die mit Menschen arbeiten. Lesen Sie die spannenden Berichte aus der Handelsblatt-Redaktion und weitere Meldungen in News am Abend – unserem börsentäglichen News-Service.

Inhaltsverzeichnis

Montag, 11. Mai: Warten auf die Pleitewelle

Die Vollbremsung für die Wirtschaft wegen der Corona-Pandemie lässt die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland bislang nicht explodieren. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts nahm die Zahl der eröffneten Regel insolvenzverfahren im März 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent zu. Im April sei die Zahl der eröffneten Verfahren dagegen deutlich um 13,4 Prozent gesunken, teilte die Wiesbadener Behörde heute mit.

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„Die durch die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zu deren Eindämmung verursachte wirtschaftliche Krise spiegelt sich im März und April somit nicht in einem Anstieg der eröffneten Insolvenzverfahren wider“, erklärten die Statistiker. Dies sei jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht überraschend: Denn Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, hat der Gesetzgeber vorübergehend von der Pflicht zum Insolvenzantrag befreit. Zudem kann die Bearbeitung von Anträgen in manchen Gerichten derzeit länger dauern, weil auch dort der Betrieb teilweise nur eingeschränkt läuft.

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Donnerstag, 7. Mai: Corona-Krise könnte die Automatisierung vorantreiben

Die Ansteckungsgefahr ist auch in den Fabriken derzeit das große Thema. Doch davon sind nicht alle betroffen. „Der Roboter muss sich nicht an Abstandsgebote halten“, sagt Helmut Schmid, Deutschland- und Westeuropachef von Universal Robots. Kollaborative Roboter könnten direkt neben einem Menschen oder neben einem weiteren Roboter arbeiten. Aktuell seien viele Betriebe froh, mithilfe von Cobots und Leichtbaurobotern flexibel weiterproduzieren zu können.

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„Ich bin sicher, dass Automatisierung und Robotik nach Corona einen starken Boom erleben werden“, erwartet Schmid. Natürlich trifft Corona kurzfristig auch die Robotik-Branche. Die Autoindustrie ist mit einem Anteil von etwa 30 Prozent der wichtigste Abnehmer von Industrierobotern. Wegen der Branchenflaute stagnierte laut letzter Prognose des Weltverbands IFR das Geschäft schon im vergangenen Jahr bei nur 421 000 verkauften Robotern. Zuvor hatte die Branche viele Jahre lang einen Rekord nach dem anderen erzielt. Nun dämpft auch noch die Corona-Krise weltweit die Investitionsbereitschaft in der Autoindustrie und anderen wichtigen Branchen.

Dienstag, 5. Mai: 2,4 Millionen Tests sind absolviert

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bisher rund 2,4 Millionen Corona-Labortests gemacht worden. Das betreffe den Zeitraum bis einschließlich Woche 17 dieses Jahres, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler heute in Berlin. Circa 7,2 Prozent der Tests seien positiv gewesen.

Mit Stand Kalenderwoche 18 lägen die Laborkapazitäten bei 142.000 pro Tag, hieß es unter Berufung auf Daten von 133 Laboren. Es würden Anstrengungen unternommen, um die Testkapazitäten weiter zu erhöhen. Bei etwa zwei Drittel aller übermittelten Fälle könne man derzeit aber nicht gut zuordnen, wo sich die Menschen angesteckt haben, erläuterte Wieler. Das liege auch an den Kapazitäten der Gesundheitsämter.

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Montag, 4. Mai: Heinsberg-Studie: Bis zu 1,8 Millionen Infizierte

In Deutschland könnte es eine Dunkelziffer von 1,8 Millionen Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus geben. Sie wäre damit um den Faktor zehn größer als die Gesamtzahl der offiziell gemeldeten Fälle, schließen die Wissenschaftler des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn aus den endgültigen Ergebnissen der vielbeachteten HeinsbergStudie. Der Bonner Virologe Hendrik Streeck untersuchte, wie sich das Virus in der Gemeinde Gangelt ausgebreitet hat, die als Infektionsherd in dem schwer betroffenen Kreis Heinsberg gilt.

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Donnerstag, 30. April: Kurzarbeit steigt in „ungeahnte Höhen“

Vor allem bedingt durch den Shutdown in der Corona-Krise haben bis zum 24. April 751.000 Betriebe bei den Arbeitsagenturen Kurzarbeit angemeldet. Hinter den Anzeigen stünden 10,14 Millionen Namen, sagte BA-Chef Detlef Scheele. Wie viele Kurzarbeiter es am Ende tatsächlich geben und wie hoch der Arbeitsausfall sein werde, wisse man aber erst, wenn abgerechnet sei, betonte der BA-Chef.

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Dass die Kurzarbeit in „ungeahnte Höhen“ steige, sei aber auch ein gutes Zeichen. Denn es bedeute, dass die Betriebe ihr Personal halten wollten und die Menschen nicht arbeitslos würden. „Das Kurzarbeitergeld scheint zu wirken, Entlassungen finden nicht in großem Umfang statt“, betonte der BA-Chef. Diesen Effekt hob auch Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hervor: „Kurzarbeit ist teuer, aber Arbeitslosigkeit ist um ein Vielfaches teurer.“

Ob die Rücklage der Bundesagentur für Arbeit (BA) von knapp 26 Milliarden Euro reiche, sei erst klar, wenn man die realisierte Zahl der Kurzarbeiter und den Arbeitsausfall kenne, betonte Scheele. Die Nürnberger Behörde kalkuliere mit zwei Szenarien. Bei 1,5 Millionen Kurzarbeitern im Jahresdurchschnitt, fünf Millionen in der Spitze und 150.000 zusätzlichen Arbeitslosen käme die BA mit dem Geld aus. Sollte die Zahl der Kurzarbeiter aber auf 2,6 Millionen im Jahresdurchschnitt und acht Millionen in der Spitze und die der Arbeitslosen um 200.000 steigen, wäre die Bundesagentur schon in diesem Jahr auf ein Darlehen des Bundes angewiesen.

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Mittwoch, 29. April: Brandbrief der Wirtschaft

Über die deutsche Wirtschaft könnte schon bald eine gewaltige Pleitewelle hinwegbrechen. Einer heute veröffentlichten Ifo-Studie zufolge können 29,2 Prozent der befragten Firmen maximal drei Monate überleben, sollten die pandemiebedingten Einschränkungen noch längere Zeit anhalten. Bis zu sechs Monate könnten mit 52,7 Prozent nur noch gut die Hälfte der Unternehmen durchhalten.

„Das sind beunruhigende Zahlen, die auf eine kommende Pleitewelle hindeuten“, erklärte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Besonders kritisch ist die Lage im Einzelhandel: Hier gehen 44,9 Prozent davon aus, maximal drei Monate durchhalten zu können.

In einem Brandbrief ans Kanzleramt warnten Interessenvertreter vor einem „Untergang“ von Unternehmen und forderten vor den morgigen Beratungen von Bund und Ländern ein klares Signal für ein zügiges Wiederanfahren der Wirtschaft. Der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands BDI, Joachim Lang, sagte, die Frühjahrsprojektion zeige deutlich, wie ernst es um die Wirtschaft hierzulande stehe.

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Es droht ein stärkerer Einbruch als in der Weltwirtschaftskrise

„Sollten die staatlich verordneten Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivitäten bis über die Sommerpause andauern, droht ein stärkerer Einbruch als in der Weltwirtschaftskrise vor rund 90 Jahren“, warnte Lang.

In dem Schreiben mehrerer Wirtschaftsverbände an den Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) heißt es: „Jede Woche, die der Lockdown andauert, kostet die Volkswirtschaft einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag an Wertschöpfung.“

Keine Volkswirtschaft der Welt könne dies über Monate aushalten, ohne nachhaltigen Schaden zu nehmen. „Die Unternehmen erwirtschaften gemeinsam mit ihren Mitarbeitern die notwendige finanzielle Grundlage, ohne die unser Staat nicht überlebensfähig ist.“

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Dienstag, 28. April: Lockdown dampft das BIP ein

Während der Corona-Schließungen ist die deutsche Wirtschaft nach Schätzung des Ifo-Instituts um 16 Prozent eingebrochen. Das ergebe eine Auswertung der April-Umfrage unter 8800 Unternehmen aus fast allen Branchen, teilten die Münchner Forscher mit. „Damit dürfte das Bruttoinlandsprodukt bereits im ersten Vierteljahr um 1,9 Prozent gesunken sein und dann im zweiten um 12,2 Prozent einbrechen“, erläuterte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Insgesamt dürfte die Wirtschaft in diesem Jahr um 6,2 Prozent schrumpfen und damit stärker als während der Finanzkrise 2009 mit 5,7 Prozent. Den größten Einbruch der Geschäfte im April meldeten laut Ifo Reisebüros und -veranstalter mit einem Minus von 84 Prozent, gefolgt von der Luftfahrt (minus 76 Prozent), dem Gastgewerbe (minus 68 Prozent), dem Gesundheitswesen (minus 45 Prozent), Kunst, Unterhaltung und Erholung (minus 43 Prozent) sowie dem Fahrzeugbau (minus 41 Prozent).

Nach Ende der Einschränkungen dürften sich die einzelnen Branchen in sehr unterschiedlichem Tempo erholen. „Vor allem dort, wo Dienstleistungen für Freizeit, Unterhaltung, Kultur, Beherbergung und Gaststätten erbracht werden, werden die Folgen der Corona-Krise bis weit ins nächste Jahr hinein zu spüren sein“, betonte Wollmershäuser. In der Industrie dürfte die Wertschöpfung ihr Vorkrisenniveau in einem Jahr wieder erreichen.

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Montag, 27. April: Wirtschaftsausblick düster bis rabenschwarz

Der CDU-Wirtschaftsexperte Carsten Linnemann warnte Bundesregierung und Wirtschaftsinstitute vor der Verharmlosung der ökonomischen Folgen der Coronavirus-Krise. „Die Stimmung der Unternehmen ist am Boden, einer Erholung der gebrochenen Lieferketten ist nicht in Sicht“, sagte der stellvertretende Unionsfraktionschef der „Augsburger Allgemeinen“

Der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion hält die aktuellen Prognosen von Wirtschaftsinstituten, die von einer Rezession mit einem Minus von vier bis sechs Prozent ausgehen für unrealistisch. „Ich gehe davon aus, dass wir in Deutschland in diesem Jahr ein Minus im zweistelligen Bereich sehen werden.“

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In der Frühjahrsprognose, die am Mittwoch vorgestellt werden soll, geht die Bundesregierung davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr schrumpfen wird. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen, wie News am Abend berichtet.

Freitag, 24. April: Rezession stärker als befürchtet

In Deutschlands Wirtschaft ist die Stimmung katastrophal. Der wichtigste Frühindikator, der IfoGeschäftsklimaindex, ist im April von 85,9 auf 74,3 Punkte abgestürzt. Dies ist der niedrigste jemals gemessene Wert. Einen stärkeren Rückgang hat es noch nie gegeben.

„Das ist vor allem auf die massive Verschlechterung der aktuellen Lage zurückzuführen“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest heute. Nach dem sehr starken Einbruch im Vormonat hatten Analysten einen weiteren Rückgang erwartet, allerdings nur auf 79,7 Punkte. Die Unternehmen blickten zudem noch nie so pessimistisch auf die kommenden Monate.

„Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft mit voller Wucht“, so Fuest. Die Krise schlägt inzwischen auf alle Branchen durch. Sogar das Bauhauptgewerbe blickt inzwischen sorgenvoll in die Zukunft. Es war bislang gemeinsam mit dem Konsum die Stütze der Wirtschaft.

Zweites Quartal: Tiefster Einbruch seit 1949 zu erwarten

Bankenvolkswirte sind überzeugt, dass die Rezession
in diesem Jahr tiefer wird als in der Finanzkrise 2009. „Das Geschäftsklima ist endgültig im Corona-Tal angekommen“, sagte Kfw-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. „Wir müssen uns für das zweite Quartal auf den tiefsten Einbruch der Wirtschaftsleistung seit Bestehen der Bundesrepublik einstellen“, sagte sie.

Im zweiten Quartal erwartet sie nun einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zwischen zehn und 15 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Für das zweite Halbjahr rechnet sie aber weiterhin mit einer Erholung. Ulrich Wortberg von der Helaba erwartet dagegen nun nicht mehr eine schnelle Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität.

V-Verlauf ist „eine Illusion“

Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe wiederum hofft auf eine weitere Lockerung des Shutdowns: Damit steige die Chance auf eine Stimmungsverbesserung. Weil aber wohl länger Schutzmaßnahmen zum Alltag gehören würden, glaubt er nicht mehr an eine schnelle Erholung.

Dass der Konjunkturverlauf in diesem Jahr aussehe wie der Buchstabe V – schnell abwärts und wieder schnell aufwärts – hält er inzwischen für „eine Illusion“. Wie tief die Rezession im Jahr 2020 werden wird, ist schwer abzuschätzen. „Die Lage ist mit keiner Rezession der Nachkriegszeit vergleichbar“, sagte die neue Wirtschaftsweise Monika Schnitzer dem Handelsblatt.

Donnerstag, 23. April: Der Handel probiert den Neustart

In vielen Städten öffnet jetzt langsam wieder ein Laden nach dem anderen. Und bei vielen Händlern ist dieser erste Schritt in Richtung Normalität Chefsache.

„Ich habe mir das am ersten Tag persönlich in vielen Buchhandlungen sowohl in den Innenstädten als auch in Einkaufszentren angeschaut und hatte den Eindruck, dass alles generalstabsmäßig vorbereitet und sehr gut abgelaufen ist“, berichtet Michael Busch, Chef der Buchhandelskette Thalia Mayersche.

Umfangreiche Hygienemaßnahmen begleiteten den Neustart: Mund-Nasen-Schutz sowie Handschuhe waren im Einsatz, Zählkontrollen am Eingang, getrennte Ein- und Ausgänge, wo das möglich ist, auch Desinfektionsmittel für Kunden und markierte Abstandszonen an der Kasse.

Mittwoch, 22. April: Wettlauf um den Corona-Impfstoff

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat erstmals in Deutschland eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen das Coronavirus erteilt. Das Mainzer Unternehmen Biontech erhält demnach die Genehmigung, seinen Wirkstoff zu testen, teilte das PEI heute mit.

Laut Biontech soll es Tests an rund 200 gesunden Freiwilligen geben. Biontech kooperiert bei der Entwicklung des Impfstoffs mit dem Pharmaunternehmen Pfizer. Ihre Studie ist Teil eines globalen Entwicklungsprogramms.

An der Börse kam die Nachricht gut an: Die Aktie lag am Mittag 45 Prozent im Plus.

Dienstag, 21. April: Eine schützende Antikörperschicht über die Lungenzellen

Zwei junge Biotechunternehmen – die Münchener Firma Ethris und die Züricher Neurimmune – wollen gegen das Coronavirus vorgehen. Ihr Konzept besteht darin, RNA zu verpacken und als Aerosol in die Lunge zu liefern. In diesem Fall jedoch ist die RNA nicht von Proteinen umhüllt, sondern von Lipidmolekülen.

Und anstatt schlechter Informationen soll sie die Bauanleitung für einen wirksamen Abwehrmechanismus enthalten, das heißt für sogenannte Antikörper gegen das Coronavirus. „Wir wollen eine schützende Antikörperschicht über die Lungenzellen legen“, beschreiben die Ethris-Gründer Carsten Rudolph und Christian Plank das Projekt der beiden Unternehmen.

Der Charme des Konzepts: Die Medizin würde in diesem Fall in Form eines Sprays dorthin geliefert, wo sie am dringendsten benötigt wird, in die Lunge. Und das Medikament würde dabei nicht den eigentlichen Wirkstoff enthalten, sondern lediglich die Blaupause dafür in Gestalt einer speziell aufbereiteten Boten-Ribonukleinsäure (mRNA).

Die Produktentwicklung von Ethris und Neurimmune steht erst ganz am Anfang. Dennoch sind die Unternehmen zuversichtlich, dass sie bis im Laufe der nächsten Monate den Bauplan für einen hochwirksamen Antikörper identifizieren können und im 4. Quartal 2020 erste klinische Versuche mit einem Spray gegen Covid-19 starten können.

Die Kooperation der beiden Unternehmen ist insofern auch ein typisches Beispiel dafür, wie in diesen Tagen Pharma- und Biotechfirmen komplementäre Fähigkeiten bündeln, um möglichst schnell Medikamente gegen die Corona-Pandemie zu entwickeln.

Die 2009 gegründete Ethris arbeitet seit Längerem bereits an RNAbasierten Wirkstoffen gegen Lungenerkrankungen wie COPD, Asthma oder Fibrosen, und kooperiert auf dem Gebiet mit dem britischen Pharmariesen Astra-Zeneca. Die Schweizer Neurimmune dagegen versteht sich als Spezialist für die Analyse von Immunzellen und die Selektion von Antikörpern aus diesen Zellen.

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Montag, 20. April: Ökonomen erwarten in der Krise eine höhere Sparquote

Trotz Einkommenseinbußen infolge der Corona-Krise werden die Deutschen einer Studie mehr Geld auf die hohe Kante legen. Die Sparquote werde in diesem Jahr voraussichtlich auf 12,5 Prozent klettern von 10,9 Prozent 2019, haben Ökonomen der DZ-Bank errechnet.

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Freitag, 17. April: Risikofaktor Beatmung

Ärzte haben bei der Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 schwierige Entscheidungen zu treffen. Denn auch die Beatmung birgt Risiken.

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Donnerstag, 16. April: Bürokratie bremst Wohnungsbau

Die Ämter sind nur unzureichend digitalisiert. Während der Krise stauen sich Genehmigungsverfahren, stellt Handelsblatt-Redakteurin Silke Kersting fest.

„Eine Umfrage unter unseren mittelständischen Mitgliedsunternehmen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie hat gezeigt: Bei der Erteilung von Baugenehmigungen hakt es derzeit am meisten“, sagte Andreas Ibel, Präsident des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, dem Handelsblatt. „Jetzt rächt sich, dass viele Kommunen digitale Baugenehmigungsverfahren noch nicht angegangen sind – obwohl das die Teilnehmer des Wohngipfels im Jahr 2018 als dringliches Ziel ausgegeben haben.“

Vor allem eines fällt der Branche jetzt auf die Füße: eine unzureichende Digitalisierung von Planungs-, Genehmigungs- und Bauprozessen, die notwendige Baumaßnahmen verhindert.

Die meisten Behörden sind eben nicht optimal aufgestellt, was die Wohnungswirtschaft seit langem kritisiert. Häufig sei festzustellen, dass die freiberuflichen Architektur- und Planungsbüros über modernste Ausstattung verfügen, die kommunalen Bauämter jedoch nicht, stellen Experten fest.

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Mittwoch, 15. April: Sparkassen – vom Finanzierer zum Bauherren

Quer durch die Republik wird gebaut oder gekauft. Die regionalen Geldhäuser erschließen sich damit in Zeiten von Negativzinsen eine neue Ertragsquelle, die für viele Banken immer wichtiger wird, berichten die Handelsblatt-Experten Elisabeth Atzler und Andreas Kröner.

Denn während sie mit der Vermietung von Immobilien gutes Geld verdienen können, schmelzen die Gewinne im Kerngeschäft zusammen. Dazu kommt jetzt noch die Corona-Krise, in deren Folge die Zahl der Firmenpleiten und Kreditausfälle steigen dürfte.

Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling urteilt: „Es spricht nichts dagegen, wenn Banken in Zeiten niedriger Zinsen zusätzliche Einnahmequellen erschließen“, betont der oberste Bankenaufseher der Bundesbank. „Aber es ist wichtig, dass die Institute bei ihren Immobilienaktivitäten die Risiken genau im Blick haben und diese adäquat managen.“

Sparkassen dürften mit ihren Aktivitäten aber nicht zu weiter steigenden Mieten beitragen. Sparkassenchef Schüdde betont, bei den Bauprojekten stehe nicht die Rendite im Vordergrund.

Genaue Daten zum Immobilienbestand der Sparkassen und Genossenschaftsbanken gibt es nicht. Die Direktanlagen in Immobilien hätten in den vergangenen Jahren moderat zugenommen, erklärt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband. Über alle Segmente hinweg sei das Engagement aber überschaubar.

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Dienstag, 14. April: Krankenhäuser im Visier von Betrügern, Erpressern und Hackern

Die Ausnahmesituation durch die Pandemie macht die Kliniken verwundbar, stellen die Handelsblatt-Autoren Jürgen Klöckner, Julian Olk, Britta Rybicki fest.

Denn: Gestresste Mitarbeiter bedienen die Krankenhaus-IT unvorsichtig und schlecht gesicherte Home-Office-Zugänge werden zu digitalen Einfallstoren auf die Systeme. Hinzu kommt: Viele Krankenhäuser sind womöglich schlecht auf Cyberattacken vorbereitet, was Politiker parteiübergreifend alarmiert.

So beobachtet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seit einigen Tagen eine Zunahme von Cyberangriffen mit Bezug auf das Coronavirus. Ende März berichtete die Behörde von Angriffen der chinesischen Hackergruppe APT41, die es seit Ausbruch der Corona-Pandemie vermehrt auf ausländische Ziele abgesehen habe, darunter auch Gesundheitseinrichtungen. Diese würden Schwachstellen in Software von Herstellern wie Citrix, Cisco und Zoho ausnutzen.

„Ihr Computer wurde zerstört.”

Anfang April warnte das BSI in einem weiteren Bericht vor der Schadsoftware „Coronavirus”. Die Verbreitung erfolge über E-Mail-Anhänge oder Downloads. Nach einer Infektion starte der Computer neu und melde sich mit zwei Optionen: „Virus löschen“ oder „Hilfe“.

Bei der ersten Option gebe es keine Reaktion, bei „Hilfe“ werde das auf der Festplatte installierte Betriebssystem unbrauchbar. Das Opfer erhalte dann einen grauen Bildschirm mit der Nachricht: „Your Computer Has Been Trashed“, also „Ihr Computer wurde zerstört.”

Krankenhäuser als digitale Geiseln

Die internationale kriminalpolizeiliche Organisation Interpol gab eine Warnung an medizinische Einrichtungen heraus. Die Organisation habe „einen deutlichen Anstieg der Zahl der versuchten Lösegeldangriffe gegen wichtige Organisationen und Infrastrukturen festgestellt, die an der Virenbekämpfung beteiligt sind“, heißt es in einer Mitteilung.

„Cyberkriminelle setzen Lösegeldforderungen ein, um Krankenhäuser digital als Geiseln zu halten.“ Hacker hatten bereits Mitte März im Netzwerk der tschechischen Universitätsklinik Brno einen Erpressungstrojaner platziert und nahezu den kompletten Krankenhausbetrieb lahmgelegt, so dass Operationen nicht planmäßig durchgeführt werden konnten. Die Klinik betreibt eines der größten Covid-19-Testlabore des Landes.

Auch die Spitzenorganisation der deutschen Kliniken, die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), ist alarmiert. Es besteht die Gefahr, dass die teilweise prekäre Situation der Krankenhäuser auf betrügerische Weise ausgenutzt werden könnte, sagte Markus Holzbrecher-Morys, DKG-IT-Geschäftsführer, dem Handelsblatt.

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Donnerstag, 9. April: EU-Länder investieren zu wenig in Spitzenforschung

Acht der zehn wertvollsten Unternehmen der Welt sitzen in den USA, mit Apple, Alphabet (Google), Microsoft, Amazon und Facebook dominieren die USA den digitalen Weltmarkt. China ist mit Huawei und ZTE Corporation unter den Top 10 vertreten, europäische Konzerne sucht man hier vergebens.

Verspielt unser Kontinent im Kampf der Systeme seine Zukunft? Das fragt Günther H. Oettinger, der Ministerpräsident von Baden- Württemberg und EU-Kommissar für Haushalt, Digitale Gesellschaft, Wirtschaft und Energie war.

Oettingers Antwort lautet: „Europa muss auf der Weltbühne, wo es nicht zuletzt um den Wettbewerb verschiedener Werteordnungen und den Kampf zwischen autoritären und liberal-demokratischen Regierungsformen geht, gegen alte und neue Giganten bestehen.“ Er führt als Begründung auch eine alte Sportlerweisheit an: „Der Dritte ist, genau betrachtet, der zweite Verlierer.“

Was also muss Europa tun, um „weltpolitikfähig“ zu bleiben beziehungsweise wieder zu werden?

Oettingers Forderungen

Klar ist, dass politische Stärke nur noch auf Grundlage technologischer Führerschaft zu haben ist. Deshalb muss das alte EU-Ziel, drei Prozent der wirtschaftlichen Gesamtleistung in Forschung, Entwicklung und Innovation zu investieren, endlich mit neuem Elan in die Wirklichkeit umgesetzt werden.

Bei immer mehr Forschungsthemen und -projekten ist deutlich erkennbar, dass man genügend exzellente Köpfe, genügend Geld und Ideen benötigt, also eine Art kritischer Masse.

Gerade im digitalen Zeitalter ist unübersehbar, dass kein europäisches Unternehmen allein und auch kein Mitgliedstaat die benötigten Finanzmittel und eine ausreichende Zahl an Forschern hat, um mit den USA und China erfolgreich zu konkurrieren. Das gilt von der Erforschung von Infektionskrankheiten über den Klimaschutz und effiziente Energiestrategien bis zur Luft- und Raumfahrt.

Oft bringt nur europaweite Forschung einen Mehrwert – das haben Partnerschaften bei Themen wie Robotik, Sensorik, Nanotechnologie und Quantentechnologie eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Europas Forschungspolitik darf sich also nicht von nationalistischer Naivität beeindrucken lassen.

Europa braucht technologische Souveränität

Die Debatte um die fünfte Generation des Mobilfunks (5G) und den chinesischen Anbieter Huawei steht exemplarisch für die Frage, wo Europa seine Souveränität erhalten oder wiedererlangen muss. Die Tatsache, dass sieben der zehn Batteriehersteller, die für das Projekt Elektroauto entscheidend sind, aus China stammen, weist in dieselbe Richtung.

Nicht zuletzt muss auch die Übernahme des führenden Augsburger Roboterkonzerns Kuka durch chinesische Investoren als Menetekel bewertet werden. In der aktuellen Krise beschreitet die Bundesregierung, die mit vorübergehenden, milliardenschweren Staatsbeteiligungen einen „Ausverkauf“ der deutschen Industrie an ausländische Interessenten verhindern will, jedenfalls den richtigen Weg.

Oettingers Fazit in News am Abend

Es muss im künftigen EU-Haushaltsrahmen mehr Geld für europäische Forschungsprogramme geben. Gibt es das nicht, sieht die Lage düster aus. Europa würde dann im technologischen Wettkampf mit den USA und China unterliegen – und könnte gleich auch alle Ambitionen begraben, auf der Weltbühne eine tragende Rolle zu spielen.

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Mittwoch, 8. April: Deutsche Bank wegen Trump in der Zwickmühle

Die Deutsche Bank gerät erneut ins Visier der amerikanischen Politik, berichtet die Handelsblatt-Korrespondentin Astrid Dörner. Das Institut ist der größte Gläubiger von US-Präsident Donald Trump und dessen Familienunternehmen, der Trump Organization.

Gerade jetzt in der Corona-Krise halten es die US-Demokraten für wichtig, dass die amerikanische Öffentlichkeit Details über die Geschäftsverbindungen erfahre. Das geht aus einem Brief an die Bank hervor, den die frühere demokratische Präsidentschaftskandidatin Elizabeth Warren gemeinsam mit drei weiteren demokratischen Senatoren veröffentlichte.

Die Trump Organization, zu der eine Reihe von Luxushotels und Golfklubs gehören, hatte Finanzkreisen zufolge erste informelle Gespräche mit der Bank über eine mögliche Aufschiebung von Kreditzahlungen und anderen Verpflichtungen geführt. Ein entsprechender Bericht in der „New York Times“ hat die Senatoren aufgeschreckt.

Der Kontakt mit der Trump Organization, die von Trumps Söhnen Eric und Donald Junior geführt wird, erhebe „neue, schwerwiegende Bedenken“ zu der Frage, wie viel finanzielle Macht die Bank über den Präsidenten und dessen Familie habe, heißt es in dem Brief, der an Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing adressiert ist.

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Dienstag, 7. April: Widerstand gegen Merkels Kurs bei der Kontaktsperre

Mehrere Fachleute, darunter ehemalige Mitglieder des Sachverständigenrats der Bundesregierung für das Gesundheitswesen, äußern erhebliche Zweifel an der Strategie. Dies berichtet der Handelsblatt-Korrespondent Gregor Waschinski aus Berlin. Die Experten treibt demzufolge die Sorge um, dass weitreichende Entscheidungen ohne ausreichende wissenschaftliche Grundlage getroffen werden.

Die Kontaktsperre könne sich also am Ende sogar als kontraproduktiv für den Gesundheitsschutz herausstellen. Zu den Autoren zählen dem Bericht zufolge der Kölner Medizinprofessor Matthias Schrappe, der Hamburger Gesundheitsstaatssekretär Matthias Gruhl und Franz Knieps, Chef des Verbands der Betriebskrankenkassen und früherer Spitzenbeamter im Gesundheitsministerium unter Ulla Schmidt (SPD).

Es ist nicht die erste politische Reihe, doch die Stimmen der Verfasser haben Gewicht im deutschen Gesundheitssystem. Das Thesenpapier der Gesundheitsexperten legt nahe, dass die Entscheidungen keineswegs so drastisch hätten ausfallen müssen. Die verfügbaren Daten seien nur bedingt aussagekräftig, heißt es in dem Papier.

Experten zweifeln Datenqualität an

Die offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) würden „in hohem Maße“ dadurch beeinflusst, wie viel auf das Virus getestet werde. Daher sei es nicht sinnvoll, von diesen Kennziffern „politische Entscheidungen abhängig zu machen“.

Merkel hatte als Maßstab für eine mögliche Lockerung der Einschränkungen vor allem die Zahl der Tage angeführt, in denen sich die vom RKI registrierten Neuinfektionen verdoppeln. Die sogenannte Verdopplungszeit liegt derzeit bei zehn Tagen, die Kanzlerin hatte als Ziel bis zu 14 Tage genannt.

Die Gesundheitsexperten sind auch davon überzeugt, dass wegen mangelnder Informationen über die Zahl der Corona-Fälle die Todesraten noch nicht bestimmt werden könnten. Zudem sei nicht geklärt, inwieweit Todesfälle tatsächlich auf die Infektion mit SARS-CoV-2 zurückzuführen und nicht durch andere schwere Gesundheitsprobleme zu erklären seien.

Das derzeitige Vorgehen, mit allgemeinen Maßnahmen das Virus einzudämmen, verstellt nach Ansicht der Autoren auch den Blick auf bestimmte Risikofaktoren. Beim Coronavirus handele es sich nicht „um eine Epidemie, die alle Bevölkerungsteile gleichermaßen betrifft, sondern um eine Epidemie mit relativ genau benennbaren Risikogruppen“. Es sei „nicht zielführend, auf eine einzige Form der Maßnahmen zu setzen, nämlich die unterschiedslose Beschränkung der persönlichen Kontakte“.

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Montag, 6. April: Stabilitätsanker im Ausnahmezustand

Viele Branchen sind Corona-resistent, heißt es in Handelsblatt „News am Abend“ unter Berufung auf eine Meldung der Nachrichtenagentur dpa. Die deutsche Wirtschaft stehe trotz aller Einschränkungen in der Krise nicht vollständig still. Nach einer Analyse des Instituts Prognos sind demzufolge verschiedene Branchen momentan kaum oder nicht wesentlich betroffen.

„Sie bilden damit das Fundament für Stabilität im aktuellen Ausnahmezustand“, heißt es in der Untersuchung, die den Angaben zufolge der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mehr als 40 Prozent der Beschäftigten seien dort tätig. Diese Branchen stünden für knapp 40 Prozent der Bruttowertschöpfung.

Stabilitätsanker sind aus PrognosSicht dabei vor allem das Gesundheits- und Sozialwesen, der Bereich öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung sowie Erziehungs- und Unterrichtswesen. Zwar sind die Bildungseinrichtungen in Deutschland geschlossen, die Arbeit gehe aber vielerorts, dezentral und online, unvermindert weiter. Auch im Baugewerbe beobachtet Prognos derzeit noch keine signifikanten Kriseneffekte.

Weitere Themen in Handelsblatt News am Abend

  • Boris Johnson im Krankenhaus
  • Investor bietet sich bei FTI Touristik an
  • Banken fürchten die Infektion

Hier geht es weiter zur vollständigen Ausgabe (Download als PDF).

Freitag, 3. April: Forscher legen Exit-Strategie vor

Eine Gruppe von Wissenschaftlern plädiert dafür, allmählich Beschränkungen in Gesellschaft und Wirtschaft zu lockern. Die Strategie sieht einer Agenturmeldung zufolge vor, diese differenziert und unter kontinuierlicher Abwägung der Risiken nach und nach zu lockern. Das schlagen unter anderem Ifo-Präsident Clemens Fuest und Martin Lohse, Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, vor.

Weitere Themen in Handelsblatt News am Abend, um sich demgemäß aktuell zu informieren.

  • Streit um EU-Milliarden für Italien: Es geht also um Hilfen aus dem Rettungsfonds ESM
  • Tesla überrascht beim Absatz: Berichtet wird folglich über mehr Autoverkäufe als erwartet
  • Laboren geht das Material aus
  • 3M Straßenverkehr: Sicherheit durch Sichtbarkeit

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Donnerstag, 2. April: Corona-Hilfswelle rollt an

Hygieniker werben für einfachen Mundschutz. Deutschlands führende Hygieniker gehen dementsprechend davon aus, dass auch einfache, sogar selbst genähte Schutzmasken das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus verringern können. „Wer also angehustet wird und einen Mund-Nase-Schutz (MNS) trägt, schützt sich vor dem größten Teil der Tröpfchen, die im Tuch oder Stoff hängen bleiben“, sagte der Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), Peter Walger, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Auch Privathaushalte sollten sich also durchaus Masken aus Stoff nähen.

Themen der heutigen Ausgabe von Handelsblatt

  • EuGH bestätigt Flüchtlingsquoten
  • Mageres Jahr für Dividenden-Jäger
  • Hoffnung auf Corona-Immunität
  • Spezial Technik: Ende der Spielereien

Hier geht es zur vollständigen Ausgabe als PDF-Download

News am Abend im April: Zwei Milliarden für Startups

Die Bundesregierung will Startups mit schnellen Hilfen im Umfang von zwei Milliarden Euro durch die Coronakrise bringen. Das kündigten Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier heute nach einer Kabinettssitzung an. Startups sind demzufolge besonders stark von der Krise in Folge der Pandemie getroffen, weil sie oft kaum Rücklagen haben und selbst in normalen Zeiten noch keine Gewinne machen.

Themen der heutigen Ausgabe von Handelsblatt News am Abend

  • Stunde der Wahrheit für Trump
  • Lufthansa weitet Kurzarbeit aus
  • Streit um Anti-Zucker-Strategie

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Dienstag, 31. März: Anspannung und Aggression

Kontaktverbote, Ausgehbeschränkungen, geschlossene Kitas und Schulen – Die Corona-Pandemie hat deswegen den sozialen Alltag in Deutschland drastisch verändert. Für jeden Einzelnen bedeute das also eine Belastung, die insbesondere für Menschen mit psychischen Erkrankungen auch gefährlich werden könne, mahnen Experten.

Die Tübinger Psychologin Ursula Gasch, spezialisiert auf Notfälle, sieht daher die Lage für viele Menschen einengend: „Ich kann nicht mehr bestimmen, wie ich mich bewege, mit wem ich mich in einem Raum aufhalte. Das meiste ist also jetzt vorbestimmt und geografisch limitiert.“ Das berge Konflikpotenzial. In Krisenplänen müsse deshalb unbedingt auch die psychische Belastung der Bevölkerung berücksichtigt werden, fordert Hauth.

Themen der heutigen Ausgabe von Handelsblatt News am Abend

  • Debatte um Maskenpflicht
  • Anspannung und Aggression
  • Hilfskredite in der Kritik
  • Spezial Technik: Wie Autos ohne Fahrer in die Werkstatt kommen

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Montag, 30. März: Streit um das Timing

Die Bundesregierung versucht energisch, die Debatte über eine Lockerung der Abwehrmaßnahmen einzudämmen. Maßgeblich angeheizt worden war davor die Lockerungsdebatte von der Wirtschaft, die unter den Beschränkungen stöhnt, und ebenso Wirtschaftspolitikern.

Auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, forderte infolgedessen von der Regierung, sich nun mit dem Ausstieg aus der umfassenden Lahmlegung zu beschäftigen. Er erwarte nicht, dass sie bereits einen Zeitpunkt dafür nenne, sagte er dem „Tagesspiegel“. Allerdings sei eine frühzeitige Kommunikation der Strategie wichtig, um Wirtschaft und Beschäftigten Vertrauen und Sicherheit zu geben.

Themen der heutigen Ausgabe von Handelsblatt News am Abend

  • Renaissance der GroKo
  • Experten warnen vor Zoom
  • Banken setzen Dividende aus

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Der Chefökonom

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